Noah denkt™  -
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Wenn schon Keynes, dann auch richtig!
Dialog mit dem Alter Ego über das Verbot von ungedeckten Leerverkäufen, erstellt und veröffentlicht am am
20.05.2010
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Frage vom Alter Ego von Noah denkt™ (AE): Was hält Noah denkt™ davon, dass das Bundesamt für
Finanzaufsicht vorgestern ein Leerverkaufsverbot für Banken und Staatsanleihen verhängt hat?
Antwort von Noah denkt™ (Nd): Die Maßnahme hat uns schockiert, weil sie vermuten läst, dass die Lage der
griechischen Gläubigerbanken schlechter ist, als wir das bis dato angenommen haben.

AE: Ist es tatsächlich die akute Notlage der deutschen Gläubigerbanken, die das BaFIN dazu getrieben hat,
dieses Leerverkaufsverbot nun auszusprechen? Kann es nicht auch sein, dass man hier vor allem ein politisches
Zeichen hat setzen wollen, um auf jedwede, auch theoretische, Eventualität vorbereitet zu sein? Schließlich reden
wir ja hier von einer deutschen Organisation, die sich in der Vergangenheit nicht gerade mit Ruhm bekleckert hat.
Nd: Das kann sein. Dagegen aber spricht die Unilateralität, mit der die Maßnahme verhängt worden ist. Denn
normalerweise verstecken sich Finanzpolitiker doch eher hinter dem Europaargument, als dass sie in solchen
Dingen einen Alleingang wagen würden.

AE: Wenn es nun also so ist, dass Noah denkt™ in diesem Leerverkaufsverbot vor allem eine Notlage der
Banken erkennt, führt dies dann auch dazu,
dass unser Projekt nun die Erholungsaussichten der Weltwirtschaft
und des EURO-Raumes skeptischer beurteilt?
Nd: Nein, wir bleiben in dieser Frage weiterhin bullish.

AE: Das heißt aber auch, dass diese Webseite der Auffassung ist, dass das  Leerverkaufsverbot der BaFIN nicht
nötig war, oder?
Nd: Na ja, wir sind uns schon des Umstandes bewusst,
dass jeder Eingriff in die Freiheit des Marktes mit
erheblichen Risiken für eine angemessene Wahrheitsfindung und Preisbildung verbunden ist. Deshalb würden wir
es auch als falsch erachten, wenn derlei Verbote über einen längeren Zeitraum verhängt werden. In der aktuellen
Situation aber haben
die verschiedenen Staatsinterventionen ohnehin dafür gesorgt, dass eine freie Wahrheits-
und Preisfindung nicht mehr möglich ist. Und so wird man hier also nur zu dem Schluss kommen müssen, dass,
wenn man schon Zuflucht im
Keynesianismus sucht, man dies dann auch richtig tun sollte. Immerhin haben ja die
USA ähnliches im Jahre 2008 auch getan, um ihren Finanzsektor vor etwaigen Belastungsproben in Schutz zu
nehmen.

AE: Wir können die Sache also in diesem Fall relativ locker wegstecken?
Nd: Unser Gefühl sagt ja.  
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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Leerverkaufsverbot, Verbot von Leerverkäufen, Verbot nackter Leerverkäufe, Verbot ungedeckter
Leerverkäufe,
Vernunft des Keynesianismus, freie Preisbildung, freie Preisbildung, angemessene
Preisfindung, Eingriffe in den freien Markt,
Preisfindung bei Keynes