Noah denkt™ - Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
|
__________________________________________________________________________________________
Über den deutschen Bundestagswahlkampf 2009
Dialog mit dem Alter Ego, erster Entwurf erstellt am 02.09., veröffentlicht am 07.09.09
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Frage vom Alter Ego von Noah denkt™ (AE): Wird der Mastermind von Noah denkt™ sein Wahlrecht in der
Bundestagswahl 2009 ausüben?
Antwort von Noah denkt™ (Nd): Wahrscheinlich ja!
AE: Mit anderen Worten, Noah denkt™ ist sich noch nicht sicher, ob der Kopf dieses Projektes tatsächlich an der
Wahl teilnehmen wird?
Nd: So kann man das auch sagen.
AE: Warum zögert er noch, sich diesbezüglich festzulegen?
Nd: Na, ja, einmal ist es doch so, dass einer wie er, der sich als überzeugter Demokrat fühlt, sicher immer
irgendwo die Verpflichtung spüren muss, sein Wahlrecht nicht ungenutzt verpuffen zu lassen. Da ist andererseits
aber auch der Umstand, dass sich der Mastermind von Noah denkt™ nicht wenig vom gegenwärtigen Wahlkampf
angewidert und gelangweilt fühlt. Und so ist also diese Gemengelage, die dafür verantwortlich ist, dass er
gegenwärtig noch unentschlossen zwischen den Optionen hin und her laviert.
AE: Was genau ist es, was dem Erfinder von Noah denkt™ nicht am gegenwärtigen Wahlkampf gefällt?
Nd: Nun, da könnte man vieles nennen, z. B: das ausgehöhlte Ritual der ewig gleichen Parolen, oder das Getue
von inhaltlicher Leidenschaft, welches auf Seiten der Berufspolitiker in Wirklichkeit gar nicht vorhanden ist. Und
sicher spielt da auch eine Rolle, dass es nun schon seit Jahrzehnten immer dieselben Gesichter sind, die uns ihre
Wichtigkeit zu vermitteln suchen. Wenn man aber auf die inhaltliche Ebene zu sprechen kommen will, dann wird
man sicher auch auf die populistische und ewig gestrige Umverteilungslogik nicht unerwähnt lassen können, die
von der SPD nach wie vor ins Feld geführt wird, wenn sie die aktuellen Probleme bewältigen will. Denn mit stets
neuen gesetzlichen Vorschriften wird man die Herausforderungen des Turbokapitalismus ebenso wenig
bewältigen können, wie mit dem angepassten Laufbahnkarrierismus, für den die Politikunterhalter der FDP und
der CDU seit Jahren stehen.
AE: Wie wird man denn den Turbokapitalismus sonst besänftigen können?
Nd: In dem man auf die Strahlkraft des eigenen Vorbildes setzt! Oder anders formuliert: In dem man an sich selbst
den Nachweis führt, dass ein umsichtiges Wirtschaften, welches sich den Grundsätzen des kategorischen
Imperativs in aller Gründlichkeit verpflichtet fühlt, einen größeren Mehrwert und ein höheres Einkommen erzielen
kann, als dies eine eindimensionale Gier- und Selbstbereicherungsstrategie schaffen kann.
AE: Noah denkt™ meint also, dass ein ehrlicher Politiker erst einmal selbst zum Unternehmen werden muss, ehe
er diesen Unternehmern auch mit einiger Berechtigung die eigene Weisheit vorschreiben kann.
Nd: So könnte man das sagen.
AE: Und ist das realistisch?
Nd: Wir werden mit diesem Projekt versuchen, den Beleg dafür zu bringen, dass ein solches Vorhaben realistisch
ist.
AE: Mit anderen Worten, wir können uns jetzt eine weitere Parteiendiskussion ersparen und müssen auch gar
nicht auf die Grünen oder Linken zu sprechen kommen?
Nd: So ist das.
AE: Gilt das auch für Frau Merkel? Denn immerhin wird man hier ja nicht bestreiten können, dass sie einen guten
Job gemacht hat, oder?
Nd: Ja, sicher, hat sie einen guten Job gemacht.
AE: Und wird man sie deshalb nicht auch belohnen müssen?
Nd: Nun das wird ohnehin passieren, - ob unser Mastermind jetzt an der Wahl teilnimmt, oder nicht?
AE: Mit anderen Worten, unser Projektleiter zögert deshalb sein Wahlrecht auszuüben, weil er sich nicht für etwas
einsetzen will, was sowieso schon evident ist?
Nd: Richtig. Es ist einmal dies und es ist zum anderen die Tatsache, dass es schlichtweg unmöglich ist, sich für
einen Buchhalter zu begeistern, selbst wenn Letzterer eine gute, oder sogar sehr gute Leistung abgeliefert haben
sollte.
AE: So müssen wir also bis zum Wahltag selber warten, um zu wissen, wie sich unser Chefdenker schlussendlich
entscheiden wird.
Nd: So ist das wohl.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
Erinnering: Noah denkt™ ist ein Projekt des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards). Die Rechte an allen Texten und Beurteilungen, die unter der Bezeichnung Noah denkt™ veröffentlicht worden sind, sind Eigentum des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards), und der Nachdruck, die Vervielfältigung und die Weiterverbreitung der hier veröffentlichen Texte oder Teilen daraus sind nur mit vorhergehender schriftlicher Genehmigung von Wilhelm Leonards erlaubt.
Selbstverständlich drücken die Auffassungen, die in den Beurteilungen und Texten auf dieser Webseite enthalten sind, alleine die Ansicht des Verfassers aus. Sie entheben also niemanden von der Verantwortung, sich selbst ein eigenes Urteil zu bilden, und für die daraus folgenden Taten und Werke auch selbst gerade zustehen. Was dies konkret bedeutet, das ist im Disclaimer deutlich ausgeführt.
|
__________________________________________________________________________________________