Noah denkt™ - Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
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Manchmal tut die Realität weh
Stellungnahme zur Kritik am Polizeieinsatz im Umfeld des Stuttgart 21-Vorhaben,
erster Entwurf erstellt am 01.10., veröffentlicht am 02.10.2010
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Der Mastermind von Noah denkt™ hat in seinem früheren Leben selbst an Demonstrationen teilgenommen, in
denen die Polizei Wasserwerfer und Tränengas eingesetzt hat, um renitente Blockierer aus dem Weg zu räumen.
Und er kann sich noch gut daran erinnern, dass auch er sich damals über angebliche Polizeibrutalität beklagt hat.
Mit dem Abstand der Jahre allerdings muss er zugeben, dass seine seinerzeitigen Klagen und Stellungnahmen (in
jener Zeit gegen die Stationierung der NATO-Mittelstreckenraketen) falsch gewesen sind, und dass er es heute
begrüßt, dass die Staatsmacht damals das Rückrat hatte, ihre demokratisch getroffenen Entscheidungen
durchzusetzen.
Es sollte daher niemanden wundern, wenn wir nun in der Frage der Umsetzung des Stuttgart 21-Konzeptes auf
Seiten der Staatsmacht stehen.
Denn, auch wenn es stimmen mag, was von den Gegnern des Projektes gesagt wird, und der Neubau des
Stuttgarter Bahnhof teuerer wird, als bis dato vorgesehen, dann kann das doch immer noch kein Grund dafür
sein, den für den Bau zuständigen, frei gewählten Volksvertretergremien nun den eigenen Willen aufzwingen zu
wollen.
Denn, wenn dies moralisch in Ordnung wäre, dann wären wir in der Tat in einer Welt angelangt, in der das Recht
des vermeintlich Stärkeren uneingeschränkt bestehen würde. Und so würden in diesem Fall weder die Rechte der
Bäume, noch die, der Menschen angemessen gehört werden können. Denn zu sehr hätte man sich nun der
Willkür überantwortet, als dass man jetzt noch von Freiheit und Menschenwürde würde sprechen können.
Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird sehen müssen, dass die Klagen über die Brutalität des
Polizeieinsatzes auch dann gekommen wären, wenn dieselbe auf Pfefferspray verzichtet hätte. Und so wird man
sich darüber auch gar nicht so sehr erregen dürfen. Denn zu sehr wird damit vom eigentlichen Problem doch
abgelenkt, als dass man sich an dieser Diskussion jetzt noch wird beteiligen müssen.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
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