Noah denkt™  -
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IKB Bank oder too big to fail
Aperçu über eine Heuchelei, erster Entwurf erstellt am 19.03., veröffentlicht am 29.03.08

Sehr geehrte Damen und Herren,

erinnern Sie sich noch daran, wie gross der Aufschrei in der Finanzwelt war, als der damals neu gewählte
Bundeskanzler Schröder der maroden Holzmann AG zu Hilfe kam, und in einer Nacht- und Nebelaktion dafür
sorgte, dass die Mitarbeiter nicht sofort ihre Arbeitsplätze verlieren würden? Nun, wenn Sie sich noch daran
erinnern, dann werden Sie sich wohl auch darüber gewundert haben, dass dieser Tage die angeschlagende IKB-
Bank ebenfalls mit KfW-Geldern aufgepeppelt wurde, ohne dass es darüber eine entsprechende Entrüstung in
der Wirtschaftsöffentlichkeit gegeben hätte.

Dass es aber so ist, wie es ist, und große Teile der Finanzwelt die kapitalistischen Gesetze zwar bei anderen
uneingeschränkt für richtig halten, sich  denselben selbst aber nur unter Protest unterwerfen wollen, dass wird
man sich nur so erklären können, das letztere an die Vernunft des Marktes gar nicht ehrlich glauben können. Und
so wird man sich über die Verrufenheit des Kapitalismus auch nicht länger die Augen reiben dürfen. Denn zu sehr
ist derselbe doch von seinen eigenen Propagandisten nun im Stich gelassen worden, als dass er seine
Überlegenheit jetzt noch wie selbstverständlich wird beweisen können.

Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird nicht anders, als entsetzt darüber sein können, wie
gross die Doppelmoral in kapitalistischen Kreisen tatsächlich ist. Und so wird man sich über die Verwerfungen
auch gar nicht weiter wundern müssen, die diese Freiheit produziert. Denn zu wenig wird ihr eigener Geist darin
doch verwirklicht, als dass derselbe jetzt noch einen sanften Wandel würde schaffen können.

Da es nun aber so ist, wie es ist, und auch der Herr Ackermann „an die Selbstheilungskräfte des Marktes nicht
mehr glauben kann“, da wird man denen, die den den Letzteren nach wie vor vertrauen mögen, nur raten
können, ihr Überleben gerade mit der Denunzierung dieser Doppelmoral zu sichern. Denn zu sehr werden sie nur
so die eigene Unabhängigkeit auch gewinnen können, als dass sie sich jetzt noch anderswo um ihre
Selbstständigkeit bemühen müssen.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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