Noah denkt™  -
    Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
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Die Goldene Regel funktioniert erneut
Dialog mit dem Alter Ego zum Guttenberg-Rűcktritt, erster Entwurf erstellt am 01.03.,
veröffentlicht am 02.03.2011
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Frage vom Alter Ego von Noah denkt™ (AE):
Noah denkt™ ist der Herr von Guttenberg ja schon frűher
unangenehm aufgefallen. Sicherlich fűhlt sich unser Projekt nun durch dessen Plagiatsaffäre darin bestätigt, den
Herrn Guttenberg schon frűher als pompösen Selbstdarsteller eingeschätzt zu haben?
Antwort von Noah denkt™ (Nd): Absolut!

AE: Wir műssen deshalb gar nicht erst fragen, ob Noah denkt™ den Rűcktritt fűr angemessen hält oder nicht?
Nd: Nein, die Frage erűbrigt sich: Selbstverständlich war es űberfällig, dass er seinen Hut nimmt.

AE: Und was ist von der Erklärung zu halten, die er zu seinem Abschied abgegeben hat?
Nd: Nun auch hier ist er seiner pompösen Art treu geblieben. Und die Erklärung selbst hat uns den letzten Zweifel
dahingehend genommen, dass es in der Tat richtig war, dass er geht.

AE: Was war so schlimm an der Erklärung?
Nd: Eigentlich ist sie es nicht wert, dazu Stellung zu nehmen. Aber, weil die Frage im Raum steht, wollen wir sie
auch beantworten. Was uns an seiner Rhetorik stört, ist z.B. die Tatsache, dass er einerseits ständig von Pflicht
und Verantwortung faselt, was ja eigentlich auch etwas mit Zurűckhaltung und Understatement, zu tun hat, er es
sich andererseits aber nicht verkneifen kann, fortwährend zu Superlativen zu greifen (
„schmerzlichste Schritt meines
Lebens“, „engstens ans Herz gewachsen“, „ob ich den höchsten Ansprűchen noch nachkommen kann“
). Damit zeigt er schon
in seiner Wortwahl, dass er die von ihm behaupteten Werte nicht verinnerlicht hat. Und so muss man sich
angesichts dieser Scheinheiligkeit auch gar nicht wundern, wenn er keine Schwierigkeiten damit gehabt hat, sich
mit den Federn anderer zu schműcken. *****

AE. Gibt's andere Beispiele in seiner Erklärung, die ähnlich schwer hinzunehmen sind?  
Nd: Sicher. Nehmen wir nur den Versuch, die Ideale preussischer Strenge mit den Bedűrfnissen deutscher
Seifenoper-Rűhrseligkeit zu vermischen (
„Ich war immer bereit, zu kämpfen, aber ich habe die Grenzen meiner Kräfte
erreicht.“
) Oder nehmen wir stattdessen das erbärmliche Rumgeeier bei der Begrűndung des verspäteten
Zeitpunktes seines Rűcktritts. (
„Manche mögen sich fragen, weshalb ich erst heute zurücktrete. Zunächst ein möglicherweise
für manche unbefriedigender, aber allzu menschlicher Grund. Wohl niemand wird leicht, geschweige denn leichtfertig, das Amt
aufgeben wollen, an dem das ganze Herzblut hängt….“
. usw)  Von Gröβe kann da wirklich nicht die Rede sein. So wird
man dem Herrn Guttenberg nur zustimmen können, wenn er bezűglich seiner Person selbst anklingen lässt, dass
er womöglich doch den
„Kräften der Politik nicht gewachsen“ ist.

AE. Was bleibt also nun von alle dem?
Nd: Es zeigt sich einfach wieder einmal, dass es im Turbowettbewerb keinen Sinn macht,
sich nicht an die
Goldenen Regel zu halten.

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Fuβnote *****: Genauso wenig passt es űbrigens ins Bild tugendhaften Pflichtbewusstseins, wenn er noch in der Stunde des
deműtigen Abgangs keine Chance verstreichen lässt, sich wie ein Streber selbst zu promoten.
(„Die gröβte Bundeswehrreform, die ich
angestossen habe“, „der nächste entscheidende Reformschritt“, „der nun von meinem Nachfolger bestens vorbereitet verabschiedet werden kann“
....)
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Guttenberg Ruecktritt, Plagiatsaffaere, Karl-Theodor von und zu Guttenberg, Verteidigungsminister Guttenberg,
Abgang von Verteidigungsminister Guttenberg, Ruecktritt von Verteidigungsminister Guttenberg, Plagiatsaffaere
des Verteidigungsministers Guttenberg, Doktorarbeit von Herrn Guttenberg