Noah denkt™  -
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Glückwunsch F.C., die Erste (Die Zweite finden Sie hier)
Noah denkt™ und sein Alter Ego feiern den Aufstieg des 1. FC. Köln, erster Entwurf erstellt am 13.05.,
veröffentlicht am 14.05.2008
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Frage vom Alter Ego von Noah denkt™ (AE): Hat Noah denkt™ den Aufstieg des FC mitgekriegt?
Antwort von Noah denkt™ (Nd): Ja, wir waren sogar im Stadion und haben das 2:0 über Mainz direkt miterlebt.

AE: Und wie war’s?
Nd: Mit einem Wort: Grandios

AE: Und wie geht’s jetzt weiter?
Nd: Gut, dass du das fragst. Denn natürlich wird es ja jetzt darum gehen müssen, die Mannschaft so zu
verstärken, dass sie sich auch auf Dauer in der ersten Liga halten und oben mit angreifen kann.

AE: Na, ja, das werden Overath und Co. ja wohl auch machen.
Nd. Aber so einfach ist das nicht. Denn, wenn man jetzt wieder so verfahren sollte, wie bei den letzten Aufstiegen,
und man sich nur Schritt für Schritt etablieren will, da wird man bald wieder so sehr im Abstiegskampf stecken,
dass man sich daraus strategisch gar nicht mehr befreien kann.

AE: Mit anderen Worten, Noah denkt™ ist dafür, jetzt ein großes finanzielles Risiko einzugehen und die
Mannschaft mit aller Macht zu verstärken?
Nd: Ja, zumindest sind wir der Meinung, dass die Beispiele Nürnberg und Berlin zeigen, dass man nun nicht mehr
darauf setzen kann, allmählich  ans Ziel zu kommen. Denn die Liga ist viel zu ausgeglichen, als dass man sie mit
Mittelmass auf jeden Fall wird halten können.

AE: Es stimmt, außer München, Bremen, Hamburg, Stuttgart, Schalke und Leverkusen und vielleicht noch
Wolfsburg müssen alle anderen ja eher nach unten als nach oben gucken. Ja, man wird sogar sagen müssen,
dass alle anderen in gewisser Weise abstiegsgefährdet sind.
Nd: Genau so. Ein Paradebeispiel diesbezüglich ist auch Frankfurt. Denn die ganze solide Arbeit, die dort in den
letzten Jahren geleistet wurde, die kann mit einem Schlag in der kommenden Saison wieder zunichte gemacht
werden, wenn die Mannschaft einen schlechten, sagen wir Nürnberg ähnlichen, Lauf haben sollte.

AE: Das heißt also, dass die Parole für den FC jetzt nicht heißen kann, erstmal nur die Klasse halten zu wollen,
sondern jetzt soviel Geld auszugeben, dass man gleich nach dem internationalen Geschäft wenigstens schielen
darf.
Nd. So sehen wir das.

AE: Und ist das realistisch, um nicht zu sagen, kaufmännisch weise?
Nd: Na ja heikel ist es auf jeden Fall. Aber im Turbowettbewerb wird man bisweilen eben über die
Schmerzgrenzen gehen müssen, um im Chaos bestehen zu können.

AE: Aber bleiben wir mal bei dem Realistischen. Wo soll denn das Geld herkommen, mit dem der FC jene teueren
Spieler kaufen kann, die ihm den Klassenerhalt auf jeden Fall sichern können?
Nd: Nun, man wird wohl irgendwo in Arabien, in Indien, in Russland oder sonst wo nach einem superreichen Öl-
oder Softwaremagnaten suchen müssen, der gewillt ist, soviel Geld in den FC zu stecken.

AE: Und es ist machbar, einen solchen Supereichen zu finden, der sein Geld im Ausland verprassen will?
Nd: Noah denkt™ meint schon. Denn immerhin zeigt doch das Beispiel Abramowitsch oder aus das Beispiel Al-
Fayed (Harrods Besitzer), dass es für so manchen Nichteuropäer nichts Erstrebenswerteres gibt, als sich in das
europäische Establishment einzukaufen.

AE: Aber warum sollte ein solcher Magnat gerade in Köln dieses lokale Prestige anstreben?  
Nd. Weil die Atmosphäre und Kultur in Köln zu einzigartig ist, als dass man sich mit deren Unterstützung nicht
gerade hier ein einzigartiges europäisches Denkmal setzen kann.

AE: Wie beurteilt Noah denkt™ denn die Gefahr, auf diese Weise vielleicht die eigene Seele zu verkaufen?
Nd: Nun die Gefahr besteht. Aber die besteht auch in Liverpool und Manchester. Und dort ist es ja bis dato auch
gut gegangen.

AE: Okay, nehmen wir einmal an, man könnte einen solchen Superreichen mal eben so aus dem Hut zaubern.
Müsste der denn dann nicht jetzt schon da sein, um die neue Saison vernünftig planen zu können?
Nd: Stimmt. Der Betreffende hätte vorgestern schon im Stadion sein müssen, um die Stimmung mit zu erleben, die
hier geherrscht hat.

AE: Und da er nun mal nicht da war, da wird man auch nicht davon ausgehen können, dass sich der Betreffende
alsbald finden lassen wird.
Nd: Es ist sicher nicht wahrscheinlich, dass es diesen neuen superreichen Mäzen bald geben wird.

AE: Mit anderen Worten, der FC wird im nächsten oder spätestens im übernächsten Jahr wieder mitten im
Abstiegskampf sein!
Nd. Wahrscheinlich schon. Denn das Meier, Overath und Co. in diesem von uns propagierten großen Stile
denken werden, dass kann man ehrlich nicht annehmen. Denn zu sehr sind sie doch nach wie vor am
hanseatischen Werder-Vorbild orientiert, als dass sie dies jetzt noch so ohne weiteres würden überwinden
können.

AE: Nun ist es ja nicht ganz und gar verkehrt, solide wirtschaften zu wollen. Immerhin zeigt doch das Beispiel
Dortmund, in welche Schieflage man sonst geraten kann.
Nd: Ja, sicher ist es wichtig, das Risiko einigermaßen kalkulieren können. Auf der anderen Seite wird man aber
auch sehen müssen, dass das, was in Bremen richtig ist, dies nicht auch von vorneherein auch in Köln sein muss.
Denn zu sehr ist das Leben in Köln auf Genie und Lebenskunst gebaut, als dass man dieses jetzt noch anders
als mit Leidenschaft zu ihrer wahren Brillanz wird führen können.

AE: Und außerdem scheint es ja auch so zu sein, dass in der Bundesliga insgesamt eine gewisse Abkehr vom
vorsichtigen Kaufmannsprinzip Einzug gehalten hat. Man denke nur an die Verpflichtung von Luca Toni und
Ribéry in München, oder an die Einkaufspolitik, die Wolfsburg jetzt an den Tag legt.
Nd: Richtig. Und sicher wird hier auch der Erfolg des Hoffenheim-Projektes sein übriges tun.

AE: Mit anderen Worten, wir setzen also darauf, dass ein Wunder geschieht, und auch bei Overath und Co. ein
neues Denken Einzug hält und man bereit ist, in Sachen Finanzaquisition und Risikobereitschaft neue,
erstaunliche Wege zu gehen?
Nd: So kann man das sagen.

AE: Okay, dann bleibt also zum Schluss noch die Frage, wie man denn bei der Suche nach einem solchen
superreichen Mäzen konkret vorgehen muss.
Nd: Nun, man wird gucken müssen, wo es einen gibt, der auf der Liste der Supereichen steht, und der mit Köln
irgendwann einmal in Kontakt gekommen ist. Denn natürlich wird der erste Anknüpfungspunkt der sein müssen,
dass der Betreffende den Charme dieser Stadt einmal an sich erlebt hat.

AE: Und wer käme da konkret in Frage?
Nd: Na ja, Noah denkt™ würde z.B. mal bei dem Toyota-Chef nachfragen, der vor einigen Jahren einmal im
Kölner Karnevalszug mitgegangen ist, ob er nicht einen kenne, der sich von der Kölner Atmosphäre begeistern
lassen würde. Und sicher wird man auch sehen müssen, ob nicht den Städtepartnerschaften, die Köln hat, sich
das eine oder andere machen lässt. Und drittens, wird man mahl eruieren müssen, ob die Al-Maktoums, die
sicher in Köln-Weidenpesch mal vor Ort gewesen sind, sich nicht im Fußball engagieren wollen.

AE: Ei, ei, ei. Das klingt für mich immer noch, wie das, was die Amerikaner einen „Long-Shot“, also einen Schuss
mit wenig Trefferaussicht, nennen.
Nd: Aber versuchen muss man’s doch wenigstens.

AE: Noah denkt™ hat recht, - man muss es wenigstens versuchen.
Nd: Na dann haben wir’s ja jetzt.

AE: Ja, in Ordnung, wir haben’s jetzt.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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