Der Demagoge gegen die Praktikantin
Aperςu zum Ergebnis der 1. Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich, 23.04.07
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wer gestern die Erklärungen der Stichwahlkandidaten für die französische Präsidentschaft miterlebt hat, der wird
sich fragen müssen, wie denn jemand der so unbedarft und verloren ist, wie die Frau Royal, daran wird glauben
können, sich gegen einen so gewieften und ruchlosen Medioktator, wie den Herrn Sarkozy, durchsetzen zu
können. Denn mit romantischen Träumen von einer besseren Welt wird man sich gegen ihn sicher nicht
behaupten können. Denn zu aufpoliert und stilisiert wird der Leztere seine Machtgelüste präsentieren können, als
dass man ihn auf diesem Felde jetzt noch wie selbstverständlich wird schlagen können.
Nein, wer gegen einen so genialen Selbstdarsteller, wie den Herr Sarkozy gewinnen will, der wird vor allem eine
vernünftige Vision von dem haben müssen, wie man die französischen Wünsche und Sehnsüchte tatsächlich
auch verteidigen kann. Denn nur, wenn er in diesem Punkte glaubwürdig ist, dann wird er von der Hochglanzoptik
des Gegners auch nicht hinweg gefegt werden. Und so wird er in diesem Fall auch die UDF-Anhänger auf seine
Seite ziehen können. Denn zu sehr wird es ihm nun darum gegangen ein, eine wahre Alternative vorzulegen, als
dass man dieser jetzt nicht auch wird folgen wollen.
Wer aber, wie Frau Royal dies gestern getan hat, die Themen wahllos miteinander mischen will (- wie etwa dann,
wenn sie davon spricht, dass sie protektionistisch und innovativ zugleich sein will -), der wird weder Frankreich,
noch sich selber dienen können. Denn zu sehr wird er sich nun mit seinen eigenen Blütenträume betrogen haben,
als dass er sich daraus jetzt noch so ohne weiteres wird befreien können.
So bleibt den Freiheitsliebenden denn in diesen Tagen nur die vage Hoffnung, dass sich die brutale Egomanie
des Herrn Sarkozy in den nächsten zwei Wochen noch als solche selber auch entlarven wird. Denn nur, wenn
dies geschieht, dann wird die Praktikantin auch eine Siegchance haben. Und so wird man in diesem Fall auf
deren Weiterentwicklung tatsächlich dann auch hoffen können. Denn zu sehr wird sie dann von der Realität
gefordert sein, als dass sie sich darüber jetzt nicht auch neu noch wird erfinden können.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
Erinnering: Noah denkt™ ist ein Projekt des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards). Die Rechte an allen Texten und Beurteilungen, die unter der Bezeichnung Noah denkt™ veröffentlicht worden sind, sind Eigentum des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards), und der Nachdruck, die Vervielfältigung und die Weiterverbreitung der hier veröffentlichen Texte oder Teilen daraus sind nur mit vorhergehender schriftlicher Genehmigung von Wilhelm Leonards erlaubt.
Selbstverständlich drücken die Auffassungen, die in den Beurteilungen und Texten auf dieser Webseite enthalten sind, alleine die Ansicht des Verfassers aus. Sie entheben also niemanden von der Verantwortung, sich selbst ein eigenes Urteil zu bilden, und für die daraus folgenden Taten und Werke auch selbst gerade zustehen. Was dies konkret bedeutet, das ist im Disclaimer deutlich ausgeführt.
|
Noah denkt™ - Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
|
__________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________