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Ein ungutes Gefühl
Aperςu zur Weltwirtschaft, 25.04.07
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Ich kann mir nicht helfen, aber gerade dann, wenn die  Ökonomen besonders optimistisch und die Aktienstände
hoch sind, dann stellt sich in mir die Befürchtung ein, dass die Lage so rosig wohl doch nicht ist. Denn zu sehr, so
scheint es mir, ist es gerade der übergroße Optimismus dieser Finanzprofis selbst, der das nächste Unheil schon
anzukündigen scheint, als dass ich diese Frohgestimmtheit jetzt noch länger würde begrüßen kann.

Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird sehen müssen, dass es gerade die Selbstgewissheit der
Billigkapitalisten ist, welche die gegnerischen Kräfte befeuern wird. Und so wird es denn auch diese unsensible
Jubelpose sein, die den nächsten Crash erschaffen wird. Denn zu sehr hat man hier die Bäume in den Himmel
wachsen lassen, als dass man sich in deren Schatten jetzt noch lange wird ertragen können.   

Da dem aber so ist, wie es ist, und man der Ausgewogenheit auf Dauer gar kein Schnippchen wird schlagen
können, da wage ich es an dieser Stelle vorher zu sagen, dass der Zeitpunkt nicht mehr fern sein wird, wo gerade
das bis dato Unvorhersehbare der Weltwirtschaft einen schmerzlichen Schlag versetzen wird. Denn zu gewaltig
sind die dialektischen Energien, die der menschlichen Existenz zu Grunde liegen, als dass man diese würde
ignorieren können, ohne dafür auch bestraft zu werden.

Nun mag es schon sein, dass dieser Schlag nicht, wie von mir angenommen von der US-Wirtschaft ausgehen
wird. Denn tatsächlich wird man es ja trotz Mergermania und Private Equity Inflation für möglich halten können,
dass diese Blasen erst viel später platzen und es mithin kurzfristig wirklich zu einigermaßen sanften Landung
kommen wird.

Aber auch, wenn die USA nicht diejenigen sein werden, welche die Bombe zünden werden,  dann wird man sich
doch immer noch vorstellen können, dass dies entweder von einem Terroranschlag, einem Chinakracher oder
einer Umweltproblematik  erledigt wird. Denn, dass die eine wie die andere Gefahr wahrlich schon gebannt sei,
das wird man ehrlich gar nicht sagen können. Und so sind es denn gerade diese Unbekannten, die mich zur
Vorsicht raten lassen. Denn zu sehr, so scheint es mir, wird man der Welt in diesem Fall nur so begegnen
können, als dass man ihr diese Zurückhaltung jetzt nicht auch wird geben müssen.
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