Noah denkt™  -
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Die ultimative Vorhersage
Stichpunkte über die nächste Weltwirtschaftskrise, erstellt und veröffentlicht am 30.11.08
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  • Nach einer Phase der wirtschaftlichen Beruhigung und Erholung, die sich an die aktuelle Finanzkrise
    anschließen wird, wird es zu einer neuen, noch dramatischeren Weltwirtschaftskrise kommen.

  • Bei dieser neuen Krise wird es überall auf dem Planeten zu argentinischen, das heißt hyperinflatorischen
    Verhältnissen kommen.

  • In Mitteleuropa wird diese weltweite Wirtschaftskrise dazu führen, dass die Demokratie an den Rand des
    Zusammenbruchs geraten wird. Mit anderen Worten, mit dieser Weltwirtschaftskrise wird eine
    Radikalisierung der Politik einhergehen, die auch den Bestand des Rechtsstaates gefährden wird, die aber
    letztlich seine Zerstörung nicht erreichen wird.

  • So schlimm diese kommende Krise auch sein mag, so unverzichtbar wird sie für die allgemeine soziale und
    kulturelle Reorientierung der Sitte und Gebräuche sein.

  • Dass das Durchleben einer derartigen Krise nötig ist, das zeigt bereits die hochnäsige und elitäre Art, wie
    weltweit mit nicht anerkannten Pionieren vom Typ Noah denkt™ umgegangen wird. Mit anderen Worten, es
    ist gerade die institutionelle Selbstgefälligkeit, die sich in fünf bis acht Jahrzehnten Wohlstandsaufbau
    entwickelt hat, die eine schwere  Korrektur auch im Sinne der demokratischen Selbsterhaltung
    unumgänglich macht.

  • Für diejenigen, die der Wahrheit ungeschminkt ins Gesicht sehen können, eröffnet diese kommende
    Weltwirtschaftskrise also mehr Chancen als Gefahren. Mit anderen Worten, die Betreffenden werden aus
    dieser Krise sogar gestärkt und bereichert hervorgehen können.

  • Dass diese Krise aber unvermeidlich ist, hängt vor allem mit der Halbherzigkeit zusammen, mit der
    diejenigen, die der Freiheit am meisten das Wort reden, sich den Konsequenzen derselben selber auch zu
    stellen bereit sind. Denn die Schmalspurakzeptanz mit der die Liberalität von den etablierten Liberalen
    gelebt wird, die untergräbt ihre moralische Autorität auf derart profunde Weise, dass es früher oder später
    zu einer massiven Rebellion dagegen kommen muss.

  • Wenn hier von einer Schmalspurakzeptanz der freiheitlichen Logik gesprochen wird, dann ist damit vor
    allem jene St-Florians-Liberalität gemeint, die zwar für sich alle Vorzüge des Kapitalismus und der
    Demokratie in Anspruch nehmen will, die aber die schwerwiegenden Existenzrisikoseiten derselben lieber
    anderen überlassen will.

  • Tatsächlich nämlich betrügt sich die St-Florians-Liberalität am meisten dadurch, dass sie glaubt, man
    könne der Freiheit dauerhaft gerecht werden, ohne dabei (wenigstens) an den Rand der eigenen
    Selbstzerstörung gehen zu müssen, bzw. ohne dabei die eigene materielle Existenz so sehr ausbeuten zu
    müssen, dass dies eigentlich für den Betreffenden schon nicht mehr zu vertreten ist. Mit anderen Worten,
    dasjenige was bei der St-Florians-Liberalität am meisten zu verabscheuen ist, ist deren Bereitschaft, sich
    selbst hinter einem entpersönlichten, technokratischen Systemdenken verstecken zu wollen.

  • Diese technokratische Feigheit drückt sich etwa darin aus, wenn man die Ursachen der aktuellen Krise des
    Finanzsystems vor allem in Systemfehlern und nicht aber bei sich selber suchen will. (So wie dies etwa
    Prof. Sinn, Geschäftsführer des Ifo-Instituts, in diesen Tagen getan hat).
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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