Noah denkt™  -
    Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
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Űber die Arbeitszeit und andere Ungereimtheiten
Aperςu űber die Frage der Anstrengung, erster Entwurf erstellt am 19.02.,
veröffentlicht am 26.02.2008
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Wer sich zuweilen in einem Schwellenland aufhält und dort erleben darf, wie so mancher sieben Tage die Woche
im Laufschritt schuften muss, um seinen Lebensunterhalt wenigstens ein wenig bestreiten zu können, der wird
sich unweigerlich fragen műssen, wie es denn sein kann, dass es sich ein Philosoph erlauben kann, nur am
halben Tage schreibend tätig zu sein, und dabei dennoch sein Dasein eingermassen fristen zu können.

Nun könnte man es sich natűrlich leicht machen, und darauf verweisen, dass der besagte Denker ja das
ungewisse Risiko seines Soseins Tag und Nacht zu tragen habe. Und so wűrde man in diesem Fall die
gemächliche Lockerheit seines Alltags wenigstens halbwegs relativieren können.  Denn zu sehr wűrde man sich
nun auf seine Rechtfertigungskrämpfe stűtzen können, als dass man sich so nicht aus der Bredouille wűrde
schwätzen können.

Und doch so sehr es nun auch stimmen mag, dass die ideelle Daseinsarbeit des Philosophen einen Urlaub gar
nicht kennt, so sehr wird man daraus doch nicht schliessen dűrfen, dass er mithin einen laufschrittfreien Alltag wie
selbstverständlich auch verdient hat. Denn zu sehr wűrde man in diesem Fall die Leistung anderer doch
verniedlichen, als dass man ihnen mit seinen Theorien jetzt noch wűrde dienen können.

Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird sehen műssen, dass man die Halbtagstätigkeit des
Philosophen nur dadurch wird rechtfertigen können, dass sein Martyrium ja noch vor ihm liegt. Und so wird man
ihm in diesem Fall die Transferfinanzierung auch gestatten können, mit der er sich derzeit noch am Leben hält.
Denn zu sehr wird er diese noch mit Zins und Zinseszins begleichen műssen, als dass man ihm seine jetzige
Műβigkeit nun nicht auch verzeihen kann.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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