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Warum sich die mexikanische Fußballnationalmannschaft so schwer tut, gegen die USA gewinnen zu
können, und warum es ihr leichter fällt, den Brasilianern Probleme zu bereiten?
Aperςu zur Niederlage Mexikos im Gold-Cup-Finale und zum Sieg Mexikos in der Vorrunde des
Amerikapokals, erstellt am 20.07.07
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Wer die Niederlage Mexikos im Goldcupfinale (2:1 gegen die USA) mitverfolgt hat, der wird sich unweigerlich
fragen müssen, wie es denn sein kann, das fast dasselbe Team nur wenige Tage später den Rekordweltmeister
mit 2:0 schlagen kann. Denn zu grandios hat die Mannschaft im letzten Fall doch aufgespielt, als dass man es
jetzt noch wird verstehen können, warum ihr selbiges nicht in Chicago auch gelungen ist.

Dass es aber so ist, wie es ist, und Mexiko gegen die USA nicht selten doch Probleme hat, das eigene Spiel
vernünftig zu entwickeln, das wird man sich nur so erklären können, dass es die unorthodoxe Selbstbewusstheit
nicht verbacken kann, mit dem die US-Amerikaner ihm entgegen treten. Denn zu sehr wird darin doch die
mexikanische Selbstverständlichkeit in Frage gestellt, als man dazu jetzt noch so ohne weiteres eine Einstellung
würde finden können.

Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird sehen müssen, dass es gerade die sture
Widerspenstigkeit ist, die in der US-amerikanischen Mentalität verborgen ist, welche der mexikanischen
Mannschaft zu schaffen macht. Und so wird man gerade in dieser Nonkomformität auch den Grund erkennen
müssen, der die Mexikaner nicht gewinnen lässt. Denn zu sehr wird damit ihr Selbstbewusstsein doch auf den
Kopf gestellt, als dass sie sich dieses jetzt noch wie selbstverständlich würden bewahren können.

Im Spiel gegen die Brasilianer aber, da sind es gerade die mentalen Parallelen zwischen beiden Ländern, welche
die Mexikaner stärker machen. Denn zu sehr ist man auch in Brasilien in der eigenen Welt gefangen, als dass
man diese jetzt nicht auch mit denselben Mitteln (Virtuosität am Ball; individuelle Straßenschläue und unerwartete
Kombinationsgenialität) würde schlagen können.

Da es aber so ist, wie es ist, und es gerade die kulturpsychologischen Bedingungen, die im Fußball ganz
besonders zum Tragen kommen, da wird man allen Mexikanern nur raten können, sich über den eigenen Kosmos
hinaus zu bewegen. Denn nur wenn sie dieses tun, dann werden sie Wettbewerbsmentalität der Angelsachsen
auch studieren können. Und so werden sie den Goldpokal auch öfter noch gewinnen können. Denn zu sehr
werden sie die eigene Internationalität nun gesteigert haben, als dass sie damit jetzt nicht auch die anderen
werden schlagen können.
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