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Die Herausforderung einer geplatzten Fusion
Kommentar über die Lage der Kreissparkasse Daun, erster Entwurf erstellt am 23.07.,
veröffentlicht am 24.07.08
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Sicher wird man mit Genugtuung feststellen können, dass die von der regionalen CDU betriebene Fusion der
Kreissparkassen Bitburg und Daun erst einmal vom Tisch ist. Denn, dass die Größe eines Unternehmens deren
Realitätssinn beflügeln würde, das wird man wahrlich gar nicht sagen können. Und so hätte man sich vom
Zusammenschluss eine bessere Geschäftsführung auch gar nicht erst erwarten dürfen. Denn zu weit wäre diese
vom Kunden nun entfernt gewesen, als dass sie dessen Wollen und Wehen jetzt noch genug hätte erahnen
können. (Da hilft denn auch der Verweis auf Einsparungen, die man durch die Fusion im Backoffice-Bereich hätte
erzielen können, wenig. Denn zu sehr ist das Bankgeschäft davon abhängig, ob man Kreditwürdigkeit gut genug
einschätzen kann, als dass man sich jetzt noch in Nebenbereichen wird verlieren dürfen).
(siehe dazu auch unsere
Beurteilung "
Small Cap Regional Banks...")

Und doch, so sehr man es auch begrüssen muss, dass der kleineren Einheit nun die Chance gegeben wurde,
sich selbst zu behaupten, so sehr wird man doch nicht verkennen dürfen, dass auch die geplatzte Fusion
Herausforderungen mit sich, die von der Kreissparkasse Daun erst einmal bewältigt werden müssen. Und damit
ihr dies vernünftig auch gelingen kann, sei an dieser Stelle der Versuch unternommen, diese neuen Gefahren ein
wenig zu skizzieren.

So wird man sich etwa fragen müssen, wie es denn, nach all dem Hin und Her der vergangenen Wochen, dem
Landrat Onnertz jetzt noch gelingen soll, den gebührenden Abstand aufzubringen, um den im Amt gebliebenen
Bankenvorstand Grau unabhängig und frei beurteilen zu können. Denn immerhin haben sich die beiden im
vorübergegangenen Fusionsabwehrkampf doch nicht wenig miteinander verbrüdert. Und so wird es denn auch
für alle Beteiligten kein Leichtes sein, sich jetzt noch offen und unbefangen die Meinung zu sagen. Denn zu sehr
ist man zuvor doch aufeinander angewiesen gewesen, als dass man sich jetzt noch wie selbstverständlich
kritisieren kann.

Ebenso wird sich der geneigte Beobachter nun fragen müssen, wie es denn der jetzt eigenständig gebliebenen
Bank nach all dem Hin und Her noch gelingen soll, einen Kreditantrag des Herrn Lepper (Technisat)
unvoreingenommen zu prüfen. Denn immerhin ist es doch nicht zuletzt der rabiaten Vehemenz seiner Eifelzeitung
zu verdanken, dass die Fusion nicht zustande gekommen ist. Und so wird man deren Eigentümer auch jetzt nicht
so ohne weiteres vor den Kopf stossen können.*** Denn zu sehr hat er sich für die Eigenständigkeit der Bank
doch eingesetzt, als dass man ihm dieses Engagement jetzt nicht auch vergelten will.

Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird sehen müssen, dass es mit oder ohne Fusion für die
KSK Daun kein Leichtes sein wird, die Zukunft angemessen zu meistern. Denn, dass auch die beste Bank sich
kaum dagegen wehren kann, wenn die Großen in ihrem Umfelde dumme Sachen machen, das hat die
amerikanische Hypothekenkrise klar und deutlich doch gezeigt****. Und so wird man denn den Mitarbeitern der
Dauner Bank nur zurufen können, dass sie sich auch in der neuen Situation gar nicht allzu sehr entspannen
sollen. Denn zu sehr wird man den Turbowettbewerb nur mit äusserster Wachsamkeit bewältigen können, als
dass man sich darin jetzt noch irgendeine Verschlafenheit wird erlauben können.
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*** Fußnote 1: Dies stimmt um so mehr, da mit dem betreffenden Herrn ja scheint's nicht gut Kirschen essen ist  (siehe den
Fusionsberichterstattungsstil in besagter Eifelzeitung).

**** Fußnote 2: Denn natürlich haben in den USA jetzt auch die kleineren Banken daran zu knabbern, dass dem Verbraucher jetzt
nur wenig Geld noch verbleibt, um sein Dasein zu meistern.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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Kunde des beurteilten Unternehmens ist, und dass sein Blick darauf deshalb ein wenig auch getrübt sein kann.
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