Noah denkt™ - Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
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Ohne die Hilfe des Herrgotts wird man ein Martyrium nicht schlüssig überstehen können
Aperςu, über den Existenzialismus erster Entwurf erstellt am 26.11., veröffentlich am 12.12.07
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Man wird dem französischen Existenzialismus schon Recht geben müssen, wenn er sagt, dass jeder Mensch die
Wahl hat, ob er sein Leben dem Wahren widmen, oder es lieber verlogen über die Bühne bringen will. Und sicher
wird man ihm auch zustimmen műssen, wenn er dabei in den Raum stellt, dass eine ehrliche Aufrichtigkeit in
diesem Fall tatsächlich auch das Leben kosten darf. Denn zu sehr wird man deren Anspruch nur auf diese Weise
vollends auch gerecht werden können, als dass man sich diesem Risiko jetzt noch wird entziehen dűrfen.
Worin der französische Existenzialismus aber irrt, dass ist die Auffassung, dass man diese höchste Opfer alleine
mit eigenen Verstandesmitteln wird erbringen können. Denn zu sehr wird man zur schlüssigen Beendung dieses
Tun auch auf die Unterstűtzung des Herrgotts angewiesen sein, als dass man sich sein Wohlwollen jetzt noch
selber wird versagen dűrfen.
Nein, wer in dieser Frage der Wahrheit wirklich auch die Ehre geben will, der wird sich eingestehen müssen, dass
die Schmerzen der Aufrichtigkeit viel zu schrecklich sind, als dass man diese noch würde ertragen können, wenn
man dabei nicht von deren vernunftbegrűndeten Notwendigkeit beseelt wäre. Und so wird man sich in diesem Fall
der Kraft einer universalen Stimmigkeit auch gar nicht erst versperren dürfen. Denn zu wenig wird man andernfalls
nach derselben gestrebt haben, als dass man ihre Konsequenz jetzt noch wird vollziehen können.
Da dem aber so ist, wie es ist, auch der grösste Rationalist, ohne die kosmische Erstaunlichkeit des űber sich
hinaus wachsenden Geistes seine letzte Feigheit nicht besiegen kann, da wird man denen, die den
unwiderstehlichen Charme einer vernunftbegründeten Selbstzerstörungsbereitschaft verstanden haben, nur raten
können, sich nicht unnötig selbst zu schwächen, in dem sie den Herrgott außen vor lassen. Denn zu wenig werden
sie in diesem Fall ihren ganzen Mut auch finden können, als dass sie diesem jetzt noch nachhaltig mobilisieren
können.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
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