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Mit einem blanken Opportunismus kann man seine Qualität nicht belegen
Aperςu zum Ausstieg von Gerolsteiner aus dem Profiradsport, erstellt am 05.07.09
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Wenn es denn so wäre, wie der Geschäftsführer von Gerolsteiner gestern sagte, und sich sein Haus tatsächlich
vom Mineralwasserspezialisten zu einem breiteren Erfrischungsgetränkehersteller gewandelt hätte, dann würde
man seine Rückzugsentscheidung vom Radsport wohl noch verstehen  können. Da es aber nach wie vor so ist,
wie es ist, und sich der Erfolg auch der Gerolsteiner Mischgetränke vor allem auf den Widererkennungswert
seiner Mineralwassermarke stützt, da wird man die Entscheidung zum Ausstieg aus dem Profi-Radsport nur als
falsch ansehen können. Denn zu sehr hat man die Marke Gerolsteiner mit einem fadenscheinigen
Opportunismus doch verbunden nun, als dass man damit den Unternehemenswert jetzt noch wird steigern
können.

Nein, wer sich hier nicht selbst belügen will, der wird sehen müssen, dass man die eigene Qualität nicht dadurch
wird belegen können, dass man sich aus dem Staube macht, wenn eine Sache heiß geworden ist, sondern der
wird verstehen müssen, dass man diese Qualität nur dann auch wird vermitteln können, wenn man dafür auch in
schweren Zeit gerade stehen kann. Denn zu sehr wird man nur auf diese Weise auch beweisen können, dass
man sich um Konsequenz wahrlich auch bemühen will, als dass man sich diese Radsportgelegenheit jetzt noch
hätte entgehen lassen können.

Da es aber so ist, wie es ist, und Gerolsteiner hier den einfachen Weg gewählt hat, da wird man sich sicher sein
können, dass die neu gewonnenen Marktanteile von ihm nicht nachhaltig verteidigt werden können. Denn zu
billig hat sich das Unternehmen doch nun selber präsentiert, als dass es sich seinen Premiumruf jetzt noch wird
erhalten können.

Nein, nein, wenn es schon so ist, dass man sich um die Sauberkeit im Radsport sorgt, da wird man dies
wenigstens auch so sagen müssen. Und so wird man sich in diesem Fall auch nicht in irgendwelche
Scheingeplänkel flüchten dürfen. Denn zu sehr wird man sich in diesem Fall die Wahrheit doch verkneifen
müssen, als dass man sie jetzt noch anderswo gut genug wird sehen können.
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Zusatz vom 02.01.09: Wenn Sie noch Fragen zu dieser Beurteilung haben, dann schauen Sie sich bitte an, wie es dem
Unternehmen in diesen Tagen geht, und was der neue Geschäftsführer über die falsche Premiumpolitik seines Vorgängers sagt.