Globalisierungsgegner, die sich selbst viel zu wichtig nehmen.
Aperςu, erstellt am 07.06.07
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Nun ist es ja in diesen Tagen kaum möglich, der Berichterstattung über den G8-Gipfel zu entgehen. Denn zu sehr
sind alle Beteiligten dort vom Virus der Wichtigkeit infiziert, als dass sie ihre Hysterie jetzt noch würden bremsen
können.
Da dem aber so ist, wie es ist, und man nur darüber entsetzt sein kann, dass auch die Globalisierungsgegner
noch meinen, die große Probleme der Welt mit verwaltungstechnischem Regierungshandeln lösen zu können, da
wird man es den Betreffenden an dieser Stelle nicht ersparen können, ihnen die so oft schon gesagten
Weisheiten ein neuerliches Mal aufs Brot zu schmieren. Denn zu sehr wird sich ohne deren Einsicht gar nichts
hier bewegen können, als dass man auf diese Klarstellung jetzt noch wird verzichten können.
Diese Wahrheit aber, die wird, wie folgt, nun lauten müssen:
Wer heute noch daran glaubt, dass Politiker, die zu einer konstruktiven Instrumentalisierung ihrer eigenen
Suizidalität von vorneherein, auf Grund ihres Selbstverständnisses, nicht bereit sind, in dieser Welt etwas
Wesentliches (wie etwa die Überwindung der Armut, oder des Klimaproblems) werden bewirken können, der hat
sich bereits selbst so sehr aus der Verantwortung für die Lösung der zuvor genannten Probleme entlassen, als
dass man seinen Protest jetzt noch für Ernst wird nehmen können.
Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird erkennen müssen, dass man etwa das Armutsproblem
nicht wird bewältigen können, wenn man sich dabei hinter einer Systemschuld versteckt, sondern der wird auch
seine eigenen Ängste ehrlich überwinden müssen. Denn nur, wenn er dieses tut, dann wird er damit einen echten
Mehrwert dann auch schaffen können. Und so wird er in diesem Fall auch die Not der anderen lindern können.
Denn zu sehr wird er ihnen nun bewiesen, dass man sich auch aus der Ausweglosigkeit noch konstruktiv erretten
kann, als dass er sie dazu jetzt nicht auch wird animieren können.
In allen anderen Fällen aber, da man sich diesbezüglich nicht selber in die Pflicht nehmen will, da wird man auch
keinen anderen dazu bewegen können, sich selber neu zu erfinden. Denn zu wenig gründlich wird man sich nun
der eigenen Not gestellt haben, als dass man daraus die rechten Schlüsse jetzt auch noch wird ziehen können.
Da dem aber so ist, wie es ist, und man dem eigenen Existenzschwur nicht entgehen kann, da wird man nur all
diejenigen, die heute noch am Zaune stehen, dazu auffordern müssen, mit den KIndereien aufzuhören, Denn zu
sehr werden sie sich hier vergeuden müssen, als dass sie ihren Frieden so noch werden finden können.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
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