Noah denkt™  -
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Űber die Durchsetzungskraft von Männern und Frauen
Aperςu űber eine konkurrenzwirtschaftliche Notwendigkeit, erster Entwurf erstellt am 14.04.,
veröffentlicht am 22.04.2010
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Mittlerweile scheint es eine Art Einigkeit darűber zu geben, dass sich Frauen im beruflichen und privaten Alltag
besser behaupten und durchsetzen können, als dies bei den Männern der Fall ist. Nun wird dieser Umstand
immer gern damit erklärt, dass Frauen kommunikativer seien, dass sie in einer von Männern dominierten Welt
härter um ihre Amnerkennung kämpfen műssten, und dass ihre deutlichere Praxisorientierung auch eine höhere
soziale Kompetenz sowie eine begrűndetere Prioritätensetzung mit sich bringen wűrde. (Denn während Männer,
so meint die Alltagsweisheit, nun mal gerne Luftschlösser bauen, die sich leider allzu oft auch als solche erweisen
wűrden, ginge es den Frauen von Hause mehr um das unmittelbare, in harter Währung gezahlte Dieseits.)

Und in der Tat mag an dem einen oder anderen vorgebrachten Argument auch was dran sein. Dennoch meint
Noah denkt™, dass derlei Erklärungen am Ende zu kurz springen, und an an einem wesentlichen Punkt
vorbeigehen, der Männer von Frauen anthropologisch unterscheidet. Es ist dies der Umstand, dass Männer sich
in einem viel höhern Maβe űber Erfolge im Wettbewerb definieren, als dies bei Frauen der Fall ist. (Dass es
dieses stärkere Wettbewerbsgen bei Männern aber gibt, das wird űbrigens insbesondere von Frauen nicht selten
moniert. So weisen die Betreffenden gerne darauf hin, dass sie es nicht verstehen können, wenn Männer jede
weibliche Äusserungen auf sich selbst beziehen, dass es sie in die Verzweiflung treibt, wenn Männer Stunden
damit verbringen, sich Sportűbertragungen anzusehen, und dass es in der Tat nervig sei, wenn Männer nirgends
(vor allem nicht im Body Building Studio) sein könnten, ohne sich frűher oder später auch an diesem oder jenem
Leistungsstand eines anderen messen zu műssen.)

Űberraschenderweise ist es nun aber gerade dieses Wettbewerbsgen, dass die Maenner im Alltag dazu bringt,
sich in der einzelnen Steitsituation nachgiebiger und konzilianter zu verhalten, als dies bei denen der Fall, die
nicht űberall eine Grundsatzbedrohung festellen können. Denn nicht nur wissen die Herren der Schöpfung, dass
der Krieg nicht dadurch gewonnen wird, dass man jede einzelne Schlacht fűr sich entscheidet, sondern die
Betreffenden spűren auch instinktiv, dass ein unter Männern ausgetragener Disput viel leichter in eine nicht mehr
zu kontrollierende Aggressionseskalation fűhren kann, als dies in der nicht-sentimentalen Auseinandersetzung
zwischen Frau und Mann der Fall ist. (Űber den Streit unter Frauen kann hier wenig gesagt werden, weil den
Verfassern dazu ein unmittelbarer Zugang fehlt.)  

Denn, wenn Frauen um ihre vermeintlichen oder tatsächlichen Rechte kämpfen, dann geht es ihnen vor allem um
dieses Recht selbst, weniger aber um die Bestätigung ihrer Triumphfähigkeit an sich. Bei Männern, hingegen,
fűhrt das Wettbewerbsgen dazu, dass sie jeden (vor allem im Kampf gegen andere Männer) errungenen Sieg
oder Niederlage entweder als Beweis ihrer Daseinsberechtigung bzw. als Infragestellung derselben erfahren. Dies
ist der Grund dafűr, warum sie so manchem Kampf eher aus dem Wege gehen, und sich nur diejenigen
Auseinandersetzungen auch zur Brust nehmen, in denen es, nach ihrer Meinung, tatsächlich auch um das nicht
Aufgebbare geht.

Diese relative Beiβhemmung aber, die Männer im nicht kriegerischen Alltag haben, die gereicht ihnen
marktwirtschaftlichen Wettbewerb durchaus zum Nachteil. Denn hier, wo von ihnen fortwährend verlangt wird, fűr
relative Nichtigkeiten, wie etwa den Verkauf eines Waschmittels, die Verteidigung eines Parkplatzes, oder die
Akquisition eines Kunden alles zu geben, da fällt es ihnen in der Tat schwer, dies auch zu tun. Frauen hingegen,
denen die Frage der eigenen Daseinsberechtigung weitestgehend fremd ist, können diesbezűglich eine
Kampfbereitschaft an den Tag legen, die ein Mann nur mit Staunen zur Kenntnis nehmen kann.

Wir sollten also aufhören, den Männer ihre relative Friedfertigkeit, Trägheit bzw. Feigheit in der Alltagspraxis
vorzuwerfen. Denn, wenn wir die grossen Fragen unseres Dasein tatsächlich lösen wollen (Klimaproblem,
Terrorismus, Nicht-Proliferation von Massenvernichtungswaffen, technische Durchbrűche etc…), dann werden wir
auf diejenigen unbedingt angewiesen sein, die statt der kleinen Scharműtzel vor allem die grossen gewinnen
wollen.

So ist also hier durchaus  Nach- und Weitsicht gefragt. Und man wird nur darum bitten können, dass man sich um
diese, wenn’s auch schwer fällt, ab und zu beműht.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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Stichworte:

Kommunikationsverhalten von Frauen und Maennern, Anthropologie der Maenner, Profilneurose der
Maenner
, Alltagstauglichkeit der Maenner, Verkaufsagressivitaet,
Durchsetzungsfaehigkeit der Frauen, Durchsetzungsfaehigkeit der Maenner,
Geschlechtervergleich