Erhabenheit?
Aperςu zum Philosophischen Quartett vom 29.04.07, erstellt am 30.04.07
------------------------------------------------------------------------------------------------------
Die Herren der geschwollenen Rede haben sicher Recht, wenn sie darauf verweisen, dass es gerade in unserem
Land einen Mangel an Respekt und Höflichkeit im Umgang mit den Autoritäten gibt. Die Schuld daran aber, dass
dem so ist, die wird man nicht zuerst einer irgendwie gearteten systemischen Ungebildetheit zuweisen können,
sondern die wird man im Autoritätsbegriff selber suchen müssen. Denn zu wenig ist unsere Demokratie doch vom
Volke selber auch erkämpft worden, als dass ihre Vertreter jetzt noch dieselbe Dignität würden beanspruchen
können, die für ihre Kollegen in Frankreich und den USA selbstverständlich ist.
Nein, wer hier der Wahrheit die Ehre geben will, der wird erkennen müssen, dass der Begriff der Autorität
hierzulande immer noch von derselben wendehalsigen Dienstbeflissenheit belastet ist, die sich mal den
totalitären, und mal den alliierten Mächten unterworfen hat. Denn zu sehr hat dieses Filbingersyndrom (siehe
dazu auch Der Karrierismus zeigt sein wahres, gewissenloses Gesicht) doch auch bei der Taufe unserer Republik
noch Pate gestanden, als dass man sich jetzt noch darüber wundern kann, wenn es hierzulande zu einem
vernünftigen Respekt nicht ohne weiteres kommen kann.
Dass, dies aber von den professionellen Worteküssern im Philosophischen Quartett nicht wie selbstverständlich
gesehen wird, das wird man sich nur so erklären können, dass auch die Betreffenden sich in dieser
wendehalsigen Dienstbeflissenheit längst eingerichtet haben. Und so wird man von ihnen eine Reform derselben
auch gar nicht erst erwarten können. Denn zu wenig sind sie daran ehrlich interessiert, als dass diese
Kärnerarbeit jetzt noch würden leisten wollen.
Da dem aber so ist, wie es ist, und der Karrierismus sich selber nicht überwinden kann, da wird man nun
diejenigen, die dieses auch begriffen haben, dazu aufrufen müssen, eine wahre Demokratie hierzulande zu
erwirken. Denn nur, wenn sie dieses tun, dann werden sie die Sittenlosigkeit im Lande auch beenden können.
Und so wird es in diesem Fall auch gelingen können, die eigene Situationen zu retten. Denn zu sehr werden sie
nun für die Wahrheit auch gekämpft haben, als dass man ihnen dies jetzt nicht auch vergelten wird.
In allen anderen Fällen aber, da auch sie sich am Gerangel um (berufliche und mediale) Anerkennung auf die
übliche Standesweise beteiligen werden, dann werden sie die weitere Verpöbelung der Sitten auch gar nicht
länger stoppen können. Denn zu sehr werden nun auch sie die offizielle Schleimigkeit getragen haben, als dass
sie deren Folgen jetzt noch werden mindern können.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein
Erinnering: Noah denkt™ ist ein Projekt des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards). Die Rechte an allen Texten und Beurteilungen, die unter der Bezeichnung Noah denkt™ veröffentlicht worden sind, sind Eigentum des Landei Selbstverlages (Inh. Wilhelm Leonards), und der Nachdruck, die Vervielfältigung und die Weiterverbreitung der hier veröffentlichen Texte oder Teilen daraus sind nur mit vorhergehender schriftlicher Genehmigung von Wilhelm Leonards erlaubt.
Selbstverständlich drücken die Auffassungen, die in den Beurteilungen und Texten auf dieser Webseite enthalten sind, alleine die Ansicht des Verfassers aus. Sie entheben also niemanden von der Verantwortung, sich selbst ein eigenes Urteil zu bilden, und für die daraus folgenden Taten und Werke auch selbst gerade zustehen. Was dies konkret bedeutet, das ist im Disclaimer deutlich ausgeführt.
|
Noah denkt™ - Projekt für Wirtschaftsbeurteilungen
|
__________________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________________