Noah denkt™  -
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Der EURO ist der Preis fűr die deutsche Einheit
Offener Brief an Prof. Otto und die Deutschen, erstellt und veröffentlicht am 10.12.2010
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Sehr geehrter Prof. Otto, liebe deutsche Mitbűrger,

es stimmt, dass der EURO aus ökonomischer Sicht eine Fehlkonstruktion ist. Es ist richtig, wenn gesagt wird, dass
es ein wirtschaftlicher Fehler war, derart unterschiedliche Kulturen und Volkswirtschaften, wie Griechenland,
Deutschland und Irland in eine Währungsunion zu fűhren. Ja, man wird sogar einräumen műssen, dass es von
Anfang verwegen war, zu glauben, man könne haushaltspolitische Regeln aufstellen, an die sich alle unter allen
Umständen wűrden halten können, so dass so die Stabilität des EUROs in keinster Weise ein Problem werden
wűrde.

Und doch, so sehr es auch gegen die ökonomische Vernunft sein mag, am EURO in der gegenwärtigen Form
festzuhalten, so sehr wird man hier doch auch sehen műssen, dass die ökonomische nicht die höchste aller
Vernunft ist. Denn űber dieser pekuniären Logik, steht noch die, der Politik und der Geschichte an sich. Denn
wenn, wir uns hier nicht in die Tasche lűgen wollen, dann werden wir akzeptieren műssen, dass die Einfűhrung
des EUROs der Preis fűr die friedliche Űberwindung der deutschen Teilung gewesen ist.**** Und so werden wir
uns also jetzt, da dieser Preis nun zu zahlen ist, davor auch nicht länger drűcken können. (Stichwort: EURO-
Anleihen)

Nein, wenn wir hier der Wahrheit die Ehre geben wollen, dann werden wir es hinnehmen műssen, dass wir nun
einmal in Europa beheimatet sind. Und so werden wir uns also damit abfinden műssen, dass die Freundschaft zu
unseren Nachbarn auch unsere eigene Kreditwűrdigkeit in Frage stellen wird. Denn zu sehr werden wir nur so
dem Vermächtnis unserer Eigenart gerecht werden, als dass wir uns jetzt noch in die Vergangenheit werden
flűchten können..

Ja,  wer hier nicht ganz und gar dem Pessimisus verfallen will, der wird sogar die Hoffnung haben dűrfen, dass der
Tag nicht allzu ferne sein mag, wo auch die stark feudal geprägten Kulturen des Sűdens uns mit ihren
Transferleistungen beglűcken werden. Und so sollten wir uns den Weg dahin nicht mit einer kurzsichtigen
Krämermentalität versperren. Denn zu sehr wűrde man sich sonst am mediteranen Charme der Anderen doch
versűndigen, als dass man davon dann noch wűrde profitieren können.  

So wűnsche ich uns allen, dass wir jetzt nicht die Nerven verlieren, sondern uns der historischen Prűfung
gewachsen zeigen, die das Schicksal jetzt von uns verlangt.

Hochachtungsvoll,

Ihr Noah denkt™


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Fuβnote****: Im Űbrigen, und das sollten wir hier nicht vergessen, ist die deutsche Teilung ja nur dadurch zu Stande gekommen,
weil frűhere Fűhrungsschichten in unserem Land die Frage der deutschen Űberlegenheit in Europa falsch beantwortet haben.
© Landei Selbstverlag, Inh. Wilhelm Leonards, Gerolstein

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Stichworte:

Ausstieg aus dem EURO, Fehlkonstruktion des EURO, deutsche Kreditwuerdigkeit, Professor Otto, Prof Otto,
Replik auf Professor Otto, Plaedoyer fuer den EURO, wirtschaftliche Vernunft gegen politische Vernunft, Zukunft
des EURO, Transferleistungen nach Suedeuropa